Chronik des Club´s
 
Des Motorboot-Clubs Pirmasens anlässlich des zehnjährigen Vereinsjubiläums

 

Bericht von: Gerhard Schallmaier                                                                                                          Pirmasens, 10.12.1988

Die Einführung der Führerscheinpflicht für Führer von motorisierten Wassersportfahrzeugen Ende der siebziger Jahre war Veranlassung alter „Seebären" und junger „Frischlinge" sich der erforderlichen Prüfung zu unterziehen und das begehrte „Papier" zu erhalten. Wie in anderen Städten und Regionen war auch im Raum Pirmasens ein Bedürfnis festzustellen.

In Inseraten der regionalen Presse warb die „Schule für Sportschifffahrt Saarbrücken" unter der Federführung von James Huyras für Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Motorboot-Führerschein Binnen und Küste. Die theoretischen Kurse wurden in Pirmasens, Gaststätte „Schusterbrunnen" abgehalten. Die praktischen Übungen und die Prüfungen fanden in Saarbrücken und Saarlouis statt.

Nachdem eine Vielzahl von Frauen und Männern aus dem Raum Pirmasens ausgebildet waren, regte Herr Huyras an, für die interessierten Bootssportler einen eigenen Club zu gründen. Diese Anregungen wurden dankbar angenommen.

Am 22. Mai 1978 konstituierte sich der Motorboot-Club Pirmasens (MBCP) und gab sich eine Vereinssatzung. Zum Präsidenten wurde von der Gründungsversammlung Herr Dr. Peter Borger gewählt. Gleich nach der Gründung wurde beim Amtsgericht Pirmasens der Eintrag ins Vereinsregister beantragt und vollzogen. Außerdem wurde der Verein – auf Antrag – Mitglied im Deutschen Motoryachtverband und im Stadtsportverband der Stadt Pirmasens.

Da James Huyras gleichzeitig einen Bootsclub in Saarbrücken leitete, ergaben sich von selbst Kontakte zwischen beiden Clubs, so dass sich die Aktivitäten des Motorboot-Clubs Pirmasens in der Anfangsphase stark am Vereinsleben der Saarbrücker orientierten. Zu einem Club gehört natürlich auch eine Vereinsfahne, bzw. Wimpel. Clubintern wurde ein Wettbewerb nach einem passenden Motiv ausgeschrieben. Die Mehrheit der damaligen Clubmitglieder stimmte für den derzeitigen Wimpel (rotes ungleichmäßiges Kreuz, Steuerrad und Anker).

Die Gaststätte „Schusterbrunnen" diente in der Anfangszeit als Vereinslokal für die nun folgenden monatlichen Versammlungen. Sehr schnell wurde aus der handvoll Gründungsmitglieder ein Club von über 20 Personen.

Weil in der Folgezeit der „Schusterbrunnen" für die Treffs nicht mehr zur Verfügung stand, musste ein neues Lokal gesucht werden. 1980 zog der Motorboot-Club Pirmasens dann in die„Untere Parkschanke" um. Von Anfang an bestand bei den Clubmitgliedern der Wunsch, ein Gelände an einem Gewässer und eine Anlegemöglichkeit dort zu besitzen. Durch die Initiative des Präsidenten Herrn Dr. Borger ist es gelungen, bei Nittel an der Mosel ein Ufergrundstuck zu nutzen. Bald zeigte sich jedoch, dass wegen der fehlenden Anlegemöglichkeiten das Grundstück für unsere Zwecke nicht geeignet war.

1982 stellte Herr Dr. Borger sein Amt zur Verfügung. Als neuen Präsidenten wählte die Versammlung Herrn Dillmann. Herr Dillmann übte das Amt nur zwei Jahre aus. In dieser Zeit kam es immer wieder zu Schwierigkeiten im Clublokal, weil das Nebenzimmer, in dem unsere Sitzungen stattfanden, andere Personen zur Verfügung gestellt wurde.

Der neue Präsident, Robert Göller, Münchweiler, sorgte dann dafür, dass als neue Bleibe das Nebenzimmer des Vereinsheimes des FKP benutzt werden konnte. Als Höhepunkte in der Präsidentenzeit von Herrn Göller sind besonders zwei Club-Charterfahrten nach Holland und Helgoland zu erwähnen. Außerdem wurde ein neuer Stützpunkt zur Intensivierung des Vereinslebens an der Mosel gesucht und in Mehring gefunden.

Seit mehr als drei Jahren bemüht sich der Vizepräsident Gerhard Schallmaier bei den zuständigen Behörden um die Genehmigung zur Ausbringung einer Steganlage in die Mosel. Nach vielen Schwierigkeiten, die aus dem Weg geräumt werden mussten, kam dann Anfang 1988 die erste Teilgenehmigung von der Bezirksregierung Trier.

Zwischenzeitlich wurde durch vorbildliche Teamarbeit der Clubmitglieder an der Lautermündung eine alte Steganlage gebaut. Durch großzügige Unterstützung der Fa. Robert Brödel konnte die Anlage nach Pirmasens befordert und dort bei der genannten Firma gelagert werden. Erwähnenswert ist noch, das der Motorboot-Club Pirmasens im April 1985 als gemeinnütziger Verein anerkannt wurde.

Nachdem Robert Göller dann 1988 sein Amt zur Verfügung stellte, wählte die Generalversammlung Herrn Dieter Bockwinkel zum neuen Präsidenten. Herr Bockwinkel griff sofort den Ausbau der Steganlage auf. Gemeinsam mit Herrn Schallmaier wurden ergänzende Gespräche „vor Ort" geführt. Durch seinen persönlichen Einsatz beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Trier ist es Herrn Bockwinkel gelungen, die letzte, noch ausstehende Teilgenehmigung (Statik) zu erhalten.

Nach einer vierjährigen Genehmigungsphase kann nun im kommenden Jahr endlich mit dem Ausbau des langersehnten Stützpunktes an einem schiffbaren Gewässer begonnen werden.

Wahrend der 10-jahrigen Vereinsgeschichte hatte der Verein stets mit dem Problem fertig zu werden, dass die Clubmitglieder ihre Boote nicht konzentriert an einer Stelle liegen hatten. Die Liegeplätze befanden sich in Jugoslawien, am Rhein, am Stockweiher und an der Mosel.

Mit dem Ausbau der Steganlage Mehring/Mosel wird eine neue Ära beim Motorboot-Club Pirmasens eingeleitet.

Es besteht Hoffnung, dass dann das genannte Problem etwas abgemildert werden kann.

 
   

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